Accademia degli Animosi
dt. der Voreingenommenen
1573 Padua

Sperone Speroni trug wesentlich zur Bildung dieser Gruppierung bei.
Der für die Renaissance zentrale Begriff VIRTUS spielte hier eine Rolle sowie der Gedanke der Unsterblichkeit des Ruhms. Fachlich bildeten Philosophie, Mathematik und Poesie die vorherrschende Ausrichtung. Ihr Motto lautete: FACILIS JACTURA █
1842 publizierte Lodovico Menin als erster über diese Akademiebildungen in Padua.

Vorsitz
Paolo Beni 1552 ─ 1627
kam von Kreta in die Lombardei als Student in Padua; 1590-93 Studium in Perugia; danach an der Sapientia in Rom. Er wurde Jesuit, trat aber 1596 aus dem Orden aus. Die Inquisition kritisierte Spätwerke von ihm.

Teilnehmer
Armigio
war Arzt und für seine Poesie bekannt.
Giovanni Battista Basadonna
Paolo Beni
Camillo Carga
war Arzt und Philosoph.
Alessandro Carriero
Niccolò Contarini
Giovanni Giacomo Diedo
Lorenzo Giustiniano
Luigi Lollini
Matteo Macigni
Ascanio de‘Martinengo Cesareschi, Abt
war Mitbegründer und gab viele Anregungen.
Mazzuchelli, Conte
war ein guter Bekannter von Torquato Tasso.
Andrea Morosini
Mussato
Aurelio Nobili
gehörte zu den Signori die Monteacuto e di Cicitella und war Abt von Spineto.
Lorenzo Pasquati
war Drucker.
Francesco Piccolomini
Antonio Querengo
war Gründer der Accademia degli Animosi in Rom gewesen.
Antonio Riccobono + 1573
Ercole Sassonia
war Arzt und schrieb Traktate zum volgare.
Sperone Speroni 1500 ─ 1574
war Professor für Philosophie in Padua.
Faustino Summo1595
Torquato Tasso 1544 ─ 1595
war als gefeierter Poet zehn Jahre beteiligt.
Stefano Tiepolo
Bernardino Tomitano 1517 ─ 1576
war Professor in Padua für alte Sprachen und setzte sich für die lingua toscana ein.
Er hatte die → Accademia dei Elevati betrieben.
Sigismondo della Torre, Conte
folgte Riccobono als Vorsitzender.

Literatur
Michele Maylender: Storia delle Accademie d’Italia. Bologna 1926-30


Accademia Porticus Antoniana

wurde von Antonio Beccadelli gegründet
und nach seinem Tod 1471 von seinem Schüler Giovanni Pontano fortgeführt als →Accademia Pontaniana.


Accademia dell’Arcadia / Gli Arcadi
dt. von Arkadien / Die Arkadier
später auch: Arcadia Reale, Pontifica Accademia degli Arcadi
seit 1690 Rom

Arcadia-Wasa-1Emblematische Darstellung ´Gli Arcadi´
für die Akademie. Die Panflöte steht für
die Arkadier im Mittelpunkt, flankiert von
zwei Pan-Gestalten
Ursprünglich eine Weidelandschaft des Peloponnes wurde Arkadien in der Hirtendichtung zum Land der Glückseligkeit stilisiert. »Das Land ist gebürgig, und hat viele Wälder, giebt aber auch dabey schön Getreide und allerhand Früchte, hat schöne Wasserquellen, Seen und Flüsse, und ist deswegen sehr gut zur Viehweide, wie denn schon Virgilius getichtet, daß derer Hirten Gott, Pan, daselbst residiere« (Zedler). Der Barock-Maler Guercino verwendete um 1616 den Begriff zeittypisch mit einem Motto im Gemälde: et in Arcadia ego.
Christina Wasa, ehemalige Königin von Schweden, ließ sich nach ihrer Konversion 1656 in Rom 1659 nieder, logierte im Casino innerhalb des zugehörigen Renaissancegartens. Als Christina 1689 starb, war es der Wunsch ihrer Anhänger, sich diesen Rahmen zu erhalten. Arcadia-Wasa-3 Franz Roesler: Ansicht der Bebauung
Tor di Nona von ca. 1880
Insofern handelt es sich bei dieser Akademie um einen Sonderfall, da er erst post mortem der Initiatorin durch 41 Sponsoren, den fondi da Pastori di Arcadia,  als wirtschaftliche Träger verwirklicht wurde. Sie wurden als ´Pastori di Arcadia´ bezeichnet und legten sich untereinander Phantasienamen zu. Die gleichnamigen Nachfolgegründungen in Klein- und Mittelstädten - darunter auch eine in ´Germania´ - wurden als ´Arcadiche Colonie´ bezeichn et und beliefen sich auf rd. 114.
Der Impulse für die Gruppe kamen von Crescimbeni und Gravina, dem Philosophen und dem Juristen; doch deren unterschiedlicher Ansatz löste auch vielerlei Spannungen aus. Der Schwerpunkt der Neuerung lag primär auf der tragedia pastorale con musica und sekundär auf der tragedia pastorale. Kerngedanke dabei war, daß der der göttliche Hirte die Metapher für den Poeten darstellte.
Die Mode, sich in die Idealwelt der Hirten zu versetzen, hatte begonnen mit der Publikation Arcadia; so nannte sich ein Werk von Jacopo Sannazaro (→Porticus), das 1502 erschien und als bukolische Dichtung sehr erfolgreich war.
1578 wurde ein Arcadia, ein Werk von Philip Sidney gedruckt und 1598 einbes von Lope de Vega.
Ob die Accademia Arcadia, wie die Encyclopedia Italiana von 1929 behauptet, die erste wissenschaftliche, moderne Akademie Italiens und der Moderne war, sei dahingestellt (vgl.→ Lincei). 1714 bildete sich aus den Gravina-Anhängern die Accademia dei Quirini.

Im Rahmen von Arcadia entstanden 1195 Projekte. Im 18. Jahrhundert wurden 68 Kolonien in Regionalstädten gegründet; am Ende waren es sogar 114.Arcadia existierte noch 1788, als Goethe vom Fürsten Liechtenstein dort eingeführt wurde. 1925 wurde sie in Accademia letteraria italiana umbenannt.

Arcadia-Wasa-2Filippo Gagliardi u.a.: Festlichkeit zu Ehren von Christina von Schweden im Hof des Palazzo Barberini
in Rom 1556. Museo di Roma





















Patronage
Christina Alessandra Wasa, Exkönigin von Schweden 1626 ─ 1689 
war die Tochter von Gustav Adolf von Schweden, des Anführers der Protestanten im Dreißigjährigen Krieg.
Custode di Arcadia bis 1711
Giovanni Mario Crescimbeni / Alfesibeo Cario 1663 ─ 1728 

war Literaturwissenschaftler, Historiker und Petrarkist (Arcadia 1711) sowie Kleriker. Außerdem schrieb er über ´Della bellezza della volgar poesia´.

Beteiligte
Die Personen mit Decknamen gehören zu den Mitbegründern.
Filippio Acciaioli 1637 ─ 1700 

bekam als Kompetitor die Lizenz für das Theater von Papst Clemens X., während Innozenz XI. es zeitweilig blockierte.
Jacques d’Alibert 1626 ─ 1713 
war als Graf Theaterdirektor des Teatro Tor di Nona und plante 1671 mit Christina das Programm.
Decio Azzolino/i d. J. 1623 ─ 1689 
war als Kardinal vom Vatikan beauftragter Vertrauter von Christina für die Hofhaltung und Schöngeist.
Giovanni Campini 1633 ─ 1698 

war Archäologe, Kirchenhistoriker und Alchimist.
Lelio Colista 1629 ─ 1680 
war Lautenist und Komponist.
Arcangelo Corelli 1653 ─ 1713 

war als Komponist Schöpfer des concerto grosso und Konzertmeister bei Christina.
René Descartes / Cartesius 1596 ─ 1650 

Der französische Botschafter in Stockholm machte Christina mit der Philosophie von Descartes bekannt; sie korrespondierte daraufhin jahrelang mit ihm und lud ihn nach Stockholm ein. Er wird hier erwähnt, weil er für Christina angeblich die Statuten für eine Akademie, Leges Arcadum, entwarf.
Pompeo Figari / Montano Falanzio 
war Sekretär der Gruppe.
Girolamo Gigli / Amarante Sciaditico 1660 ─ 1722 
war Jesuitenschüler und wurde Literarhistoriker an der Universität Siena, aber auch Komödienautor und Petrarkist; daher lehnte er die Tendenz von →Crusca ab. Als er das Vocabulario cateriniano mit spezifischen Ausdrücken von Siena drucken ließ, wurde die Auflage durch Cosimo III. weitgehend vernichtet.
1684 – 90 komponierte er Oratorien. 1698 – 1708 hatte er einen Lehrstuhl für Eloquenz inne. 1706/07 kam es zu einer prima rappresentazione im Teatro Grande in Siena. 1708 ging er nach Rom, lag aber im Streit mit Crescembeni (→ Arcadia), und wurde Präzeptor in der Casa Ruspoli. Nach 1707 wollte er in seiner Heimatstadt die Accademia Sanese gründen als Plattform für die dortigen Schriftsteller.
Stefano Gradi / Stjepan Gradi 1613 ─ 1683 

war Philosoph (Aristoteliker) und Poet, ab 1661 als Kustos der Biblioteca Vaticana tätig.
Giovanni Vincenzo Gravina / Opico Erimanteo 1664 ─ 1718 
war als Mitbegründer Jura-Professor, Librettist und Autor (u.a. Della tragedia 1715) sowie Stiefvater von Metastasio.
Vincenzo Leonio / Uranio Tegeo 1650 ─ 1720 
war als Petrarkist auch Librettist und Mitbegründer. Er hatte in Spoleto Philosophie, Grammatik und Rhetorik studiert. 1671 kam er nach Rom.
Carlo Ambrogio Lonati ca. 1645 ─ ca. 1712 
war Sänger, Geiger und Komponist.
Melchiorre Maggio / Dameta Clitorio
Marco Marazzoli ca. 1602 ─ 1662 
war Sänger in der päpstlichen Kapelle sowie Komponist der von ihr sehr geschätzten Oper Il Trionfo della Pietà.
Pietro Metastasio / Trap
essi 1698 ─ 1782 
war der bedeutendste Librettist der Geschichte (Rolf Fath). Er schrieb zahlreiche Melodramen. 1723 auch für Mozart (La clemenza di Tito).
Miguel de Molinos 1628 ─ 1696 

war als Mystiker religiöser Schriftsteller und geistiger Wegweiser (Guida spirituale, 1677).
Ludovico Antonio Muratori 1672 ─ 1750 
war Philologe und Jurist und wurde Kleriker. Sein Hauptwerk sind die Antiquitates ITALICAE Medii Aevi, die 1738 erschienen. Kardinal Borromeo holte ihn an die Ambrosiana. Mitglied seit 1705
Paolo Antonio del Negro / Siringeo Releo
Bernardo Pasquini 1637 ─ 1710 
war Organist und Komponist.
Paolo Rolli 1687 ─ 1765 
war Schüler von Gravina und Librettist in London.
Alessandro Scarlatti 1660 ─ 1725 
komponierte1680-84 für Christina.
Silvio Stampiglia / Palemone Licurio 1664 ─ 1725 
war Librettist (u.a. Il trionfo di Camilla 1696).
Agostino Maria Taja / Silvio Pereteo 
war Adjutor von Descrizione del Palazzo Apostolico Vaticano 1750.
Carlo di Tournon / Idalgo Erasinio
Giacomo Vicinelli / Mirtillo Arcanio 
war Sekretär der Königin von Ungarn und Böhmen.
Paolo Antonio Viti / Carino Dipeo
Loreto Vittori 1604 ─ 1670 

war Sänger (Kastrat) der päpstlichen Kapelle und Komponist sowie Christinas Gesanglehrer.
Giovanni Battista Zappi / Tirsio Leucasio 
schrieb Sonette und Madrigale.
.
Literatur
Christina – Queen of Sweden. Stockholm 1966
Camilla Guaita: Per una nuova estetica del teatro : l'Arcadia di Gravina e Crescimbeni. Rom 2009
Michele Maylender: Storia delle Accademie d'Italia. Bologna 1926-30
Bildnachweise
wikipedia.org/wiki/Accademia_dell’Arcadia#/media/Datei:Arcadi.jpg (19.8.2020)
wikipedia.org/wiki/Marco_Marazzoli#/media/File:Christina_barberini.jpg (19.8.2020)
wikipedia.org/wiki/Tor_di_Nona (31.8.2020)


Accademia Ardenti
dt. die Glühenden
auch: Accademia napoletana dei Sereni (der Ernsthaften)
ca. 1546 Capua

Der Gründer stand im Dienst der spanischen Vizekönige in Neapel (u.a. Pedro de Toldeo) und vertrat unbeirrt durch die Reformbewegung in der Kirche das politische Konzept Kaiser Karl V. einer restaurativen Gegenreform. Er führte im Königreich die Inquisition nach spanischem Muster ein und baute einen Geheimdienst auf.
Entsprechend seinen literarischen Ambitionen schrieb er 1571 ein Poem über den Sieger der Seeschlacht von Lepanto, Juan d’Austria, und später zum Tod des spanischen Königs Philipp II. sowie 1559 Rime spirituale.
Seine Idee war es, im Sinne Karls V. alle katholischen Fürsten Europas zusammenzufassen.

Gründer
Ferrante Carafa / Marchese di San Lucido (seit1558) 1509 ─ 1587

wurde erzogen von Antonio Minturio. Er schlug die militärische Laufbahn ein und war unter Kaiser Karl V. 1535 in Tunis und 1541 in Tripolis, war aber literarisch interessiert und schrieb auch in lingua toscana. 1559 erschien von ihm Rime spirituali della vera gloria humana.

Teilnehmer
Scipione Ammirato 1531 ─ 1601
war Kleriker. Er hielt sich zeitweilig in Venedig auf und war ab 1569 für Cosimo I. tätig. Seine ´ Istorie Fiorentine´ erschien ab 1560 in Teilen. Außerdem publizierte er über Tacitus.
Giovanni Battista Arcucci /Ioannes Baptista Arcucius
wurde von G. F. Brancaleone als ´Theologus gravissimus, Orator eloquentissimus, Poetarum Princeps´ bezeichnet. Auch er schrieb über Lepanto und publizierte im Sinne der Gegenreform.
Giovanni Battista Attendolo ca. 1536 ─ 1592█
war Aristoteliker und hatte 1583 den Titel eines Abts von S. Marcello Maggiore in Capua erhalten. Zum Tod des Kaisers Karl V. hielt er 1571 die ´Oratione nell'esequie di Carlo d'Austria´ und nach Lepanto eine Lobrede auf Juan d’Austria.
Pasquale Caracciolo + 1608
als Adliger veröffentlichte er ein Werk über Pferdehaltung.
Annibale Caro 1507 ─ 1566
stand als Diplomat bis 1543 im Dienst von Kardinal Gaddi, danach von Pier Luigi Farnese, Ranuccio Farnese und Alessandro Farnese. Zudem war er Vergil-Übersetzer.
Giovanni della Casa 1503 ─ 1556
war als Poet Petrarkist. Als päpstlicher Legatin Venedig löschte er die lutherische Gemeinde aus. Er war mit Bembo befreundet.
Lodovico Dolce 1508 ─ 1568
war offenbar korrespondierendes Mitglied; er veröffentlichte 1552 in Venedig u.a. ´Rime didiversi illustri signori napoletani´.
F. A. Vivolo

Literatur
Michele Maylender: Storia delle Accademie d'Italia. Bologna 1926-30


Accademia degli Argonauti
dt. der Argonauten
1547 Casale di Montferrato

Argonauti--casaleLorenzo Costa: Das Schiff Argo. 1500.
Musei Civici di Padova
Diese literarische Akademie verdankt sich dem Aufenthalt von Pietro Aretino in Casale Montferrato, das ins Herzogtum Mantua integriert war. Die Beteiligten gaben sich Namen, die mit der See bzw. der Schiffahrt in Zusammenhang standen.


Teilnehmer
Giovan Francesco Arrivabene / l‘Oronte
Ferrante Bagno
Giovanni Jacopo Bottazzo
dedizierte 1574 seine, teilweise anzügliche Publikation ´Dialoghi Marittimi´ Conte Massimiano Stampa.
Pietro Catalano
M. Niccolò Gallina
M. Girolamo Giustiniano
M. Bessario de’Malvizzi
M. Giovanni Vincenzo Massa
M. Giovanni Francesco Montiglio
M. Giovan Battista Pappazone
Giovan Jacopo del Pero
Cristoforo Pico
Matteo Vercellese

Literatur
Michele Maylender: Storia delle Accademie d’Italia. Bologna 1926-30
Bildnachweis
wikipedia.org/wiki/Argo (24.2.2021)


argonauti-veneziaPortraitstich mit Lorbeerkranz für
Vincenzo Coronelli. Jedes Blatt trägt den
Titel eines der geplanten Bücher seiner
kosmographischen Bibliothek.
Accademia degli Argonauti
dt. der Argonauten
auch: Accademia Cosmografica degli Argonauti
1684 ─ 1718 Venedig

Der Anstoß zur Gründung dieser ältesten geographischen Akademie kam von Vincenzo Coronelli, der, obwohl Minderbruder (Franziskaner), sich schon vorher durch von ihm verbessertes Kartenmaterial ausgezeichnet hatte.
Die Imprese der Akademie zeigt das legendäre Schiff Argo, mit dem die antiken griechischen Helden ausfuhren, um das Goldene Vlies zu holen. Das Motto greift auf den Wahlspruch Kaiser Karls V. zurück: PLVS VLTRA (über das Bisherige hinaus).Die Beteiligten konnten sich im Konvent der Minori Conventuali versammeln, denn dort lebte Coronelli. Der damals die serenissima regierende Marc’Antonio Giustiniano (Doge 1684 ─ 1688) beauftragte Matteo Alberti mit der Aufsicht des Projekts, denn die Seerepublik hatte größtes Interesse an hochqualifiziertem Kartenmaterial.
Die Kartographie wurde wissenschaftlich angegangen. Arbeitsgrundlage waren zahlreiche Bücher und Drucke, die er zusammengetragen hatte; wahrscheinlich auc
h eine Kupferstichpresse für den Druck der Karten. Das erste Arbeitsresultat wurde Kaiser Leopold I. dediziert. 1691 konnte er den´ Atlante Veneto´, ein Werk von 200 Karten veröffentlichen. Hauptleistung der Akademie war die auf 45 Bände geplante Biblioteca universale sacro-profano (1701-07), die argonauti-venezia-globus 240Himmelsglobus von Vincenzo Maria
Coronelli in der Österreichischen
Nationalbibliothek, Wien
fragmentarisch blieb.

Im Jahr 1952 wurde nach ihm die Internationale Coronelli-Gesellschaft für Globenkunde gegründet.




Teilnehmer
Vincenzo Coronelli 1650 ─ 1718
stieg im Orden der Minderbrüder 1701 zum Ordensgeneral auf.

Bedauerlicherweise existiert keine Mitarbeiterliste mehr.

Literatur
Michele Maylender: Storia delle Accademie d’Italia. Bologna 1926-30
Bildnachweise
wikipedia.org/wiki/Vincenzo_Maria_Coronelli#/media/Datei:Coronelli_Portrait_2.JPG (24.2.2021)

wikipedia.org/wiki/Vincenzo_Maria_Coronelli#/media/Datei:Coronelli_celestial_globe.jpg (24.2.2021)


Accademia degli Assorditi
dt. Der Taubgewordenen
1572 ─ 1830 Urbino

assorditiBattista Ceci: Compendio d’Avvertimenti.
Venedig 1623
Zwischen ca.1472 ─ 1538 gab es in Urbino bereits die vom Herzog Federico da Montefeltro inspirierte → Accademia di Urbino. Diese Gruppierung war die erste am Ort und in den herzoglichen Hof eingebettet. Nach dem Aussterben der Linie und der Übernahme des Herzogtums durch die Rovere knüpften einige Bürger an die frühere Zeit an und gründeten diese neue Akademie.

Die Imprese der Akademie bezieht sich auf Homers Odyssee: CANITIS SVRDIS █
Der erste Historiograph der Akademie war Giovanni Gianni. 1623 restaurierte Antonio Gallo die Akademie.

Vorsitz
Federico Gallo sen.
war noch Sekretär bei Herzog Guidobaldo gewesen.

Teilnehmer (1. Phase)
Marc Antonio Battiferri
Battista Ceci *1570
schrieb ein Kompendium für volgare.
Vincenzo Maria Cimarelli 1585 ─ 1662
war Prior von S. Domenico und bei der Inquisition tätig. Nebenher trieb er Naturbeobachtungen.
Tito Cornei
Giacomo Giovanini
Scipione Lancelotti 1527 ─ 1598
war Sekretär gewesen.
Lodovico Palma, Conte del Poggio S. Maria
Giovanni Battista Pinzonigallo ─
Giovanni Battista Pucci
Giovanni Santini
gehörte zum Minor conventuale.
Federico Urbani
Vittorio Venturelli
Giulio Veterani
stellte sein Haus für die Treffen zur Verfügung.

Teilnehmer (2. Phase) ab 1540
Girolamo Bartolini ─ Pietro Benedetti ─ Pietro Cartolari ─ Flaminio Catelani ─ Girolamo Concioli ─ Aurelio Corboli ─ Girolamo Corboli ─ Ottavio Fedele ─
Antonio Galeota ─ Giovanni Galli ─ Federigo Gallo ─ Girolamo Gallo ─ Francesco Gerondani ─ Giovanni Gianni ─ Annibale Gionco ─ Ottavio Guiducci ─
Muzio Giustinopolitano ─ Muzio Manfredi ─ Fulvio da Montefiore ─ Lodovico Oddasio hielt die Grabrede auf Federico ─ Giovanni Andrea Palazzi ─ Lodovico Palma ─ Alessandro Pucci ─ Luca Purretti ─ Francesco Rosa ─ Nicolò Salandri ─ Sforza Santinello ─ Girolamo Santucci ─ Serafino Serafini ─ Antonio Spaccioli ─ Rafaello Spaccioli ─ Niccolò Tiepolo ─ Giulio Tiranni ─ Matteo Ventrione ─ Antonio Veterani ─ Viani de‘Malatesti ─ Pier Antonio Virgilii ─ Giovanni Maria Vito ─ Timoteo Vito

Literatur
Michele Maylender: Storia delle Accademie d’Italia. Bologna 1926-30
Antonio Zanon: Catalogo delle Accademie. 1771