Accademia degli Accesi
dt. der Feurigen
1508 ─ 1581 Palermo

Der erfolgreiche Heerführer, Marchese Francesco Pescara (1489/90 ─ 1525), damals auch Vizekönig von Sizilien, begünstigte einen Zusammenschluß literarisch interessierter Prominenter. Die Teilnehmer hatten die Absicht. sich mit griechischer, römischer und toskanischer Literatur (d.h. volgare) zu befassen. Treffpunkt war der Palazzo Ajutamicristo. Die Initiative fand breite Zustimmung und nahm sogar zwei Frauen in die Accademia auf.
Die Rahmenbedingungen für die Mitgliedschaft waren in einer noch existierenden Fassung festgelegt; darunter auch die Gründe für eine Ablehnung: »Die Academici wachen darüber, wie sie das Beitrittsgesuch vorweg beurteilen oder ablehnen. Letzteres umso mehr gegen Fürsten, Prälaten und andere Offizielle«. Jährlich wurde ein neuer Vorsitzender gewählt.
Die Imprese der Gruppe lautete: REVERTENS COLLIGIT IGNES. Bildlich wurde sie mit einem Kolben unter Feuer dargestellt. In der späteren Phase ging man zu VIRTVTES ELICIT ARTE über (durch Kunst werden Tugenden hervorgelockt). ─ Die Gruppe verfügte über eine gemeinsame Bibliothek.
Um 1571 erschien in Palermo Rime dell’Accademia degli Accesi di Palermo. Die Ausgabe wurde dem späteren Marchese di Pescara dediziert. 1573 wurde eine weitere Sammlung von Rime dem Duca di Terranova dediziert.

1.Vorsitzender
Leonardo Orlandini 
steuerte im Zusammenhang mit der Seeschlacht von Lepanto ein erfolgreiches Lied bei: Per la Grecia contro il Turco.

Teilnehmer
Antonio Alfano
Tommaso di Ballo
Giovanni Bonafera
Laura Bonanno
Marta Bonanno
Mariano Bonincontro
Geronino Branci
Carlo Donia
Luigi Eredia 
trat als eloquenter Redner bei Beerdigungen auf.
Carlo Ficarola
Argisto Giuffredi 
schrieb ein ´Trattato della Gloria Umana´.
Pietro Graccaro
Giovanni Lanza
Scipione di Lorenzo
Benedetto Maya
Attilio Oppezzinga
Filippo Paruta 
war ein geschätzter Kritiker.
Francesco Potenzano
Ottavio Potenzano
Vincenzo Silvano
Bartolomeo Sirillio 
trat als Rhetor, vor allem bei Trauerfeiern, hervor.
Antonio Veneziano 
schrieb über die Fontana Pretoria, den großen Brunnen Palermos.
Gaspare Ventimiglia


Accademia degli Accesi
dt. die Feurigen
1558 ─ 1603 Siena

Die Biblioteca communale enthält ein Manuskript, in dem toskanisch verfaßte Texte der Mitglieder gesammelt sind.
Es existierte auch eine gleichnamige Akademie in → Mantua (1655) und eine weitere in Venedig, die 1565 beendet wurde.

Einflußnehmende Kardinäle
C. Aldobrandini
Gianantonio Capizucchi 1515 ─ 1569 
Francesco Cornaro 1476 ─ 1543 
Giovanni Antonio Serbelloni 1519 ─ 1591 
war
1557 Bischof von Foligno und Novara.

Teilnehmer
Girolamo Bargagli 1537 ─ 1612 
war Dramatiker (→ Intronati) und Autor von `La pellegrina`. Dieses Stück wurde auch anläßlich der Medici-Hochzeit 1589 von den Teilnehmern der Gruppe in Florenz aufgeführt. Er war bekannt für geistreiche Wortspiele.
Scipione Bargagli 1540 ─ 1612 
veröffentlichte über Impresen und ließ sich auf seinem Portraitstich mit Lorbeerkranz darstellen.
Evandro Belanti
Alceo Buoninsegni
Flavio Buoninsegni
Flavio Figliuzzi
Ippolito Forteguerri
Niccolò Forteguerri
Ottaviano Forteguerri
Bernardino Landi
Lorenzo Lenzi
Adriano Politi 1542 ─ 1625 
arbeitete als Sekretär bei verschiedenen Kardinälen und war zugleich Übersetzer (u.a. Tacitus) sowie Lexikograph.
Dario Sozzini
Angelo Spannocchi
Alessandro Tolomei
Francesco Turamini
Virginio Turamini


Accademia degli Addormentati
dt. der Betäubten
1587 Genua

Seit 1563 kam es in Genua zu Bestrebungen, eine Akademie zu bilden. Damals wurde Giovanni Pietro Maffei (1536 ─ 1603) auf den Lehrstuhl für Rhetorik nach Genua gerufen und sollte die Patrizierjugend schulen.
Aber erst 1587 nahmen die Bemühungen konkrete Formen an bei dem Bestreben, Torquato Tasso, den berühmt gewordenen Autor aufzufordern, nach Genua zu kommen und den Lehrstuhl für Ethik und die Poetica des Aristoteles zu übernehmen.
Zu der Zeit fühlte sich die Bürgerschaft von Genua als Reppublica letteraria. Ihr Motto war SOPITOS SVSCITAT (die Schlafenden aufscheuchen).
Tasso war befreundet mit dem Abt Angelo Grillo (1557 ─ 1629). Beide reagierten auf die Einladung der Genuesen mit einem Sonett
(abgedruckt S. 62 in Michele Maylender: Storia delle Accademie d’Italia Vol. I).
Tassos berühmtes Werk Gerusalemme liberate (1581) hatte nach 1584 einen literarischen Streit in Italien ausgelöst, bei dem sich Tasso vorsichtshalber in Mantua bei Herzog Vincenzo Gonzaga aufhielt.

Promotori
Giulio Pallavicino / il Dissensato ca. 1558 ─ 1624 

Ihn zeichnete eine große Wertschätzung literarischer Virtuosen aus. !. Vorsitz ab 1591

Giovanni Ambrogio Spinola / il Solingo

Teilnehmer
Ansaldo Cebà
Girolamo Centurione /il Mutato
Gabrillo Chiabrera 1552 ─ 1638
legte 1757 einen Sammelband ´le Canzioni´ vor.
Fr. Innocenzo Ghisi
Pier Giuseppe Giustiniani / il Intirizzato + 1651 

war ein Poet mit dem Künstlernamen Mirteo Ligurino. Er war befreundet mit G.G. Cavalli.

Angelo Grillo / Livio Celiano 1557 ─ 1629 
war ein Mönch vom Monte Cassino. Seine Texte wurden von namhaften Komponisten vertont, darunter Monteverdi. Er verfaßte ´Addormentati hor chi vi sveglia Amore…´
Bartolomeo Imperiale ca. 1595 ─ 1654

Giovanni Vincenzo Imperiale 1518 ─ 1582
Giacomo Re
Leonardo Spinola

externe Teilnehmer
Anton Giulio Brignole, Marchese 1605 ─ 1662 

war religiöser Schriftsteller und Diplomat.
Giovanni Battista Manzi 
stammte aus Bologna und rezitierte 1630 einen ´Discorso problematico´.


Accademia degli Affidati

dt. der Anvertrauten
auch: Academici Affidati
1565 Pavia (noch 1741 aktiv)

AffidatiEine gleichlautende Gruppierung gab es bereits um 1548 in Bologna.

In Pavia scharten sich einige Bürger mit literarischem Interesse um den Grafen Beccaria, der sie vermutlich in sein Haus einlud und förderte. Gemeinsam traten sie an die Öffentlichkeit mit einer Anthologie: Rime de gli Academici Affidati di Pavia im Jahr 1565, gedruckt bei Girolamo Bartoli. Untereinander sprachen sie sich mit ihrem Pseudonym an.
Jedoch fanden die Autoren keine Aufnahme unter die scritti italiani.

Gründer
Aurelio Beccari / Filotima 
war Graf, sammelte einige lyrisch begabte Mitbürger um sich und förderte deren Arbeiten durch eine Publikation (s. Abb.).

Teilnehmer
Giovanni Pietro Albuzio 1507 ─ 1583 
war Arzt und arbeitete während der Pestepidemie in Mailand in der Seuchenbekämpfung. An der Anthologie war er nicht beteiligt.
Ogniben Ferrari / Errio 
war Kinderarzt und publizierte De arte medica infantium… 1577 in Brixen.
Camillo Galina / Incitato
(der Anspornende)
Filippo Rinasci /Endemione 
(der schöne Endymion verliebte sich in die Mondgöttin Selene.)
Filippi Zafiri / Immutabile


Accademia Aldina

dt. des Aldus Manutius

auch: Accademia Aldo Manuzio
1494 ─ 1515 Venedig

AldinaVerlagssignet des Aldus ManutiusAldus Manutius war von der altgriechischen Sprache fasziniert. 1490 kam er von Ferrara nach Venedig. Durch Vermittlung von Bernardo Bembo und Girolamo Donato bekam er Zugang zu venezianischen Intellektuellen. 1490 ermöglichte ihm der Unternehmer Andrea Torresani, seine lateinische Grammatik zu drucken. Als er feststellte, daß eine griechische Presse in Venedig fehlte, warf er sich auf dieses Metier. Erst als er genügend Teilhaber fand, konnte er sein anspruchsvolles Projekt realisieren. Die Gründungstatuten wurden von sieben Personen unterzeichnet. Bei Ausbruch des Krieges der Liga von Cambrai 1508 gegen Venedig mußte Manuzio für die Dauer des Kampfes nach Ferrara ins Exil fliehen.

»Dieser Förderkreis von Philhellenen scharte sich um die Druckerpresse bzw. -werkstatt sowie die für sie tätigen Spezialisten: Autoren, Lektoren und Teilhaber. »Man saß im Winter im Halbkreis um das Feuer herum und führte philologische Gespräche. Die Grundsätze der Aldina waren streng definiert: Dort durfte nur Griechisch gesprochen werden... Bedeutende italienische aber auch andere Humanisten gehörten im Laufe der Zeit dazu« (Verena von der Heyden-Rynsch S. 76).
Zwischen 1494 und 1515 verlegte Aldus 134 Editionen: 68 lateinisch, 58 griechisch und 8 italienisch.

Gründer
Aldus Manutius + 1515 
war Unternehmer und humanistischer Philologe.

Teilnehmer
Girolamo Aleandro 1480 ─ 1542 
begann sein Studium an der Schule von San Marco und arbeitete für Kardinal Angelo Grimani. Über Musurus kam er in Kontakt mit der Aldus-Presse. 1508 freundeten Erasmus und er sich an, später entfremdeten sie sich, als Aleander päpstlicher Nuntius wurde.
Francesco Griffo 1450 ─ 1518 
war Neffe des Dogen Agostino Barbarigo und Mitbesitzer der Aldus-Presse, schied aber 1502 im Streit aus.
Bernardo Bembo 1433 ─ 1519 
war der Vater von Pietro Bembo sowie als Politiker und Poet tätig.
Pietro Bembo 1470 ─ 1547 
war Humanist und Poet, später Kardinal. Er publizierte 1501 Petrarcas Rime und Dantes Commedia in der Aldus-Presse.
Bolzanius → Valeriani
Paolo Bombace / Bombasius 1476-1527 
war 1505-12 Lektor für Poesie und Rhetorik in Bologna. Präfekt der Vatikanischen Bibliothek. Er kam 1527 beim sacco di Roma um mitsamt seiner Bibliothek.
Paolo Canal ca. 1481 ─ 1508 
studierte Humana und Griechisch sowie Philosophie in Padua. Er arbeitete als Korrektor für die Presse und bearbeitete die vom griechischen Rhetoriker Atheneus überlieferten Reden (Ms. In Heidelberg) und Hipparchicus von Xenophon. Das Manuskript lagert in der Bay. Staatsbibliothek.
Johannes Cuno 1462/63 ─ 1513 
war Humanist und Dominikanermönch sowie um 1500 und 1504 beteiligt.
Girolamo Donato 1457 ─ 1511
lebte als Diplomat in Ferrara, zeitweilig auch Gouverneur von Brescia und Cremona.

Demetrios Dukas 
war griechischstämmiger Mitarbeiter der Presse.
Giambattista Egnazio 1478 ─ 1553 
war ausgebildet in alten Sprachen in Venedig betrieb er dort zeitweilig eine Grammatik-Schule und lehrte Rhetorik. Er trat gegen Torresani für Erasmus‘ Edition der Adagia ein. Er blieb ein enger Mitarbeiter von Manutius.
Erasmus von Rotterdam 1466//69 ─ 1536 
besuchte 1508 Manutius und wohnte in dessen Haus. Er edierte dort, assistiert von M. Musurus das Neue Testament (Novum Testamentum Graece) und wurde zu »einem führenden Mitglied der Accademia Aldina« (von der Heyden-Rynsch S. 94).

Griffo de Bologna / Francesco da Bologna ca.1450 ─ 1518 
war Goldschmied und als Stempelschneider 1494/95 für Manutius tätig. Griffo, ‘maybe the most important figure’ of the company of Manutius (Lowry).
Janus Lascaris / Constantinus / Rhyndacenus 1445 ─ 1534 
wurde
in Konstantinopel geboren, kam über Kreta nach Venedig. Professor für Griechisch am Studio in Florenz, Beschaffer von Codices aus Kleinasien für die Bibliothek der Medici. 1503 ─ 1509 beteiligt.
Thomas Linacre ca. 1460 ─ 1524 
aus Canterbury studierte 1488-90 in Florenz und hielt sich 1497-99 in Venedig auf und wirkte mit an der editio princeps der griechischen Ausgabe des Aristoteles.
Marcus Musurus ca. 1470 ─ 1517 
war Professor für Griechisch in Padua, stammte aus Kreta und wurde Mitarbeiter/Lektor von Manutius und dessen Bibliothekar. Nach M.C.J. Lowry bezeichnete Erasmus dessen Bibliothek als Schatzkammer.

Alberto Pio, Prinz von Carpi 1475 ─ 1531
Dort wollte er für Aldus Manutius eine Werkstatt einrichten, mußte aber sein Eigentum im Stich lassen.
Gerolamo Soncino / Mosheh ben Israel Natan 1460 ─ 1533 
war ebenfalls Drucker und auf Grund seiner Hebräischkenntnisse ab 1489 in Kontakt mit Manutius. 1501 verlegte Manutius seine introductioallo studio della lingua ebraica; später wurde er wegen des Taldmud-Drucks von der Inquisition angeklagt.
Andrea Torresani 1451 ─ 1528 
war der Schwiegervater von Manutius und stiller Teilhaber des Unternehmens, während des Exils blieb er in Venedig und war formaler Inhaber.
Urbanus Valeriani ca. 1443 ─ 1524 
war Experte für Griechisch mit Studium bei Lascaris.

Besucher u.a.

William Grocyn + 1519 
studierte Theologie in Oxford und 1485-90 in Florenz.
William Latimer + 1545
hatte 1498 Kontakt mit Aldus Manutius.
Johannes Reuchlin (1455 ─ 1522) 
besuchte 1498 den Betrieb.

Literatur
Verena von der Heyden-Rynsch: Aldo Manuzio. Berlin 2014

Bildnachweis

typolexikon.de/manutius-aldus/druckerzeichen-der-offizin-aldina-in-venedig/(28.9.2020)


Accademia Alfonsina
Accademia Pontaniana


Academia degli Alterati / Nuova
dt. der Erregten
1568 Florenz

Sechs jugendliche Florentiner Patrizier taten sich zusammen und gründeten die Gruppe und hielten Symposien im Palazzo an der via de’Mozzi ab. Dort ist auch eine Inschrift angebracht: Erigitur ab alteratis academia scribendi discendique studio creata. Ihr Motto lautete: Quid non designat █, das auf eine Briefstelle von Horaz zurückgeht. Sie beschäftigten sich mit Dante und Petrarca. Ihre Verehrung galt Torquato Tasso und Alessandro Rinuccini bzw. dessen l’Ardito. Giovanni de’Medici beobachtete sie wohlwollend. In der Bibliothek der Medici, der Biblioteca Medicea Laurenziana, lagert das Diario der Akademie. Von den Mitgliedern der →Accademia della Crusca wurden sie eher herablassend behandelt
Marcello Adriani, wohl ein gleichnamiger Sohn eines Professors, wurde als Zensor eingesetzt.

Leiter
Antonio Albizzi / il Vario 1547 ─ 1626
kam von der → Alterata her und betrieb Adelsforschung, über die er auch publizierte.

Gründer
Vincenzo Acciaiuoli / lo Sconsigliato
Giulio del Bene / il Desioso
Alessandro Canigiani / il Soave
war Vater eines Erzbischofs gleichen Namens.
Lorenzo Corbinelli
Adliger
Tommaso del Nero / lo Soncio 1545 ─ 1572
war eletto console dell'Accademia Fiorentina und wird als promotore beschrieben.
Renato de’Pazzi / il Quieto
stammte aus einer gegen die Medici-Familie verschworenen Florentiner Familie.

Literatur
Concetta Giambianco. In: Dizionario Biografico degli Italiani. Vol. 38. Roma


Accademia degli Alterati
dt. der Erregten
auch: Camerata Fiorentina
ca. 1572 ─ 1634? Florenz

Nach →Umidi gehört diese Akademie zu den frühen in Florenz. Hier kamen Dichter, Musiker, Philologen und Adlige zusammen. Ihr Ziel war es, antike Kompositionen wieder zu beleben bzw. gleichwertige Werke dieser Art zu schaffen. Dadurch entstanden Vorstufen der Oper. Untereinander wurden ausgedehnte Debatten über die Voraussetzungen für eine zeitgemäße Musik geführt.
Lt. Claude Palisca (1968) wurden die Alterati zu Pionieren der Dramatischen Musik.
Durch die in der Gruppe tätigen Komponisten wurden erstmalig auch die Musikausbildung in Angriff genommen und junge Musiker geschult.

Gründer und spiritus rector
Giovanni Maria de’Bardi / Conte di Vernio / il Pluvio / il Puro 1534 ─ 1612
war Poet, Komponist und vor allem Mäzen. Er besaß ein Faible für antike Tragödien und publizierte dazu theoretische Schriften.

Teilnehmer
Scipione Ammirato 1531 ─ 1601
war Kleriker, Historiograph und Petrarkist im Dienst der Medici. Mit Bernardo Rota war er befreundet. Er publizierte ´Varie Orazioni´, mit denen er verschiedene europäische Herrscher bedachte, außerdem ´Discorsi sopra Cornelio Tacito´. Angelo di Costanzo und er standen im Dialog. Er legte eine ´Istorie Fiorentine´ in 20 Bänden vor und schrieb über ´Delle antiquità del Regno di Napoli´.
Pietro de’Bardi / l’Avvinato
war der Sohn des Conte.
Francesca Caccini / la Cecchina 1587 ─ 1640
war die Tochter des Nachfolgenden und Sängerin. Als erste Frau komponierte sie eine Oper: ´La liberazione di Ruggiero…´
Giulio Caccini 1545 ─ 1618
entwickelte einen neuen Gesangsstil: den stile recitativo. Die Medici engagierten ihn als Musikdirektor. Mit Euridice komponierte er die erste veröffentlichte Oper.
Gabrielo Chiabrera 1552 ─ 1638
war ein Poet, der sich an Anacreon und Pindar orientierte.
Jacopo Corsi 1561 ─ 1602
trat 1592 die Nachfolge Bardis an. »In seinem Palast fanden die von ihm angeregten Aufführungen von Peris ´Dafne´ und ´Euridice´ statt« (Rolf Fath).
Marco da Gagliano 1582 ─ 1643
gründete 1607 in Mantua/Pisa █ die → Accademia degli Elevati.
Vincenzo Galilei ca. 1520 ─ 1591
war Vater des berühmten Physikers und selbst Lautenist und Musiktheoretiker; er komponierte Madrigale.
Cristofano Malvezzi 1547 ─ 1599
war als Organist und Komponist tätig. Zeitweilig war er in Florenz tonangebend.
Girolamo Mei / Decimo Corinella da Peretola 1519 ─ 1594
war Musikhistoriker.
Jacopo Peri / il Zazzerino 1561 ─ 1633
war zunächst Sänger, dann Komponist und schuf 1597 Dafne, eine Vorstufe der Oper. 1600 erschien die Oper Euridice. Peri arbeitete mit Corsi zusammen. Eine Bodenplatte in St. Maria Novella bezeichnet ihn als ´Creatore del Melodramma´.
Ottavio Rinucci / il Sonnacchioso 1562 ─ 1621
war Dichter und Librettist. Seit 1589 arbeitete er mit Bardi zusammen. Er schrieb das Libretto zu Peris ´Dafne´. Seine ´Euridice´ wurde von Peri und Caccini vertont.
Piero Strozzi 1550 ─ 1609
gehörte zum Florentiner Stadtadel, war condottiere und wurde von Caccini zum Komponieren angeregt.
Giovanni del’Turco 1577 ─ 1647
wurde von da Gagliano ausgebildet und war als Sekretär der Akademie tätig; später folgte er da Gagliano nach.

Literatur
Michele Maylender: Storia delle Accademie d’Italia. Bologna 1926-30


Accademia Porticus Antoniana
wurde von Antonio Beccadelli gegründet
und nach seinem Tod 1471 von seinem Schüler Giovanni Pontano fortgeführt als →Accademia Pontaniana.


Accademia dell’Arcadia / Gli Arcadi
dt. von Arkadien / Die Arkadier
später auch: Arcadia Reale, Pontifica Accademia degli Arcadi
seit 1690 Rom

Arcadia-Wasa-1Emblematische Darstellung ´Gli Arcadi´
für die Akademie. Die Panflöte steht für
die Arkadier im Mittelpunkt, flankiert von
zwei Pan-Gestalten
Ursprünglich eine Weidelandschaft des Peloponnes wurde Arkadien in der Hirtendichtung zum Land der Glückseligkeit stilisiert. »Das Land ist gebürgig, und hat viele Wälder, giebt aber auch dabey schön Getreide und allerhand Früchte, hat schöne Wasserquellen, Seen und Flüsse, und ist deswegen sehr gut zur Viehweide, wie denn schon Virgilius getichtet, daß derer Hirten Gott, Pan, daselbst residiere« (Zedler). Der Barock-Maler Guercino verwendete um 1616 den Begriff zeittypisch mit einem Motto im Gemälde: et in Arcadia ego.
Christina Wasa, ehemalige Königin von Schweden, ließ sich nach ihrer Konversion 1656 in Rom 1659 nieder, logierte im Casino innerhalb des zugehörigen Renaissancegartens. Als Christina 1689 starb, war es der Wunsch ihrer Anhänger, sich diesen Rahmen zu erhalten. Arcadia-Wasa-3 Franz Roesler: Ansicht der Bebauung
Tor di Nona von ca. 1880
Insofern handelt es sich bei dieser Akademie um einen Sonderfall, da er erst post mortem der Initiatorin durch 41 Sponsoren, den fondi da Pastori di Arcadia,  als wirtschaftliche Träger verwirklicht wurde. Sie wurden als ´Pastori di Arcadia´ bezeichnet und legten sich untereinander Phantasienamen zu. Die gleichnamigen Nachfolgegründungen in Klein- und Mittelstädten - darunter auch eine in ´Germania´ - wurden als ´Arcadiche Colonie´ bezeichn et und beliefen sich auf rd. 114.
Der Impulse für die Gruppe kamen von Crescimbeni und Gravina, dem Philosophen und dem Juristen; doch deren unterschiedlicher Ansatz löste auch vielerlei Spannungen aus. Der Schwerpunkt der Neuerung lag primär auf der tragedia pastorale con musica und sekundär auf der tragedia pastorale. Kerngedanke dabei war, daß der der göttliche Hirte die Metapher für den Poeten darstellte.
Die Mode, sich in die Idealwelt der Hirten zu versetzen, hatte begonnen mit der Publikation Arcadia; so nannte sich ein Werk von Jacopo Sannazaro (→Porticus), das 1502 erschien und als bukolische Dichtung sehr erfolgreich war.
1578 wurde ein Arcadia, ein Werk von Philip Sidney gedruckt und 1598 einbes von Lope de Vega.
Ob die Accademia Arcadia, wie die Encyclopedia Italiana von 1929 behauptet, die erste wissenschaftliche, moderne Akademie Italiens und der Moderne war, sei dahingestellt (vgl.→ Lincei). 1714 bildete sich aus den Gravina-Anhängern die Accademia dei Quirini.

Im Rahmen von Arcadia entstanden 1195 Projekte. Im 18. Jahrhundert wurden 68 Kolonien in Regionalstädten gegründet; am Ende waren es sogar 114.Arcadia existierte noch 1788, als Goethe vom Fürsten Liechtenstein dort eingeführt wurde. 1925 wurde sie in Accademia letteraria italiana umbenannt.

Arcadia-Wasa-2Filippo Gagliardi u.a.: Festlichkeit zu Ehren von Christina von Schweden im Hof des Palazzo Barberini
in Rom 1556. Museo di Roma





















Patronage
Christina Alessandra Wasa, Exkönigin von Schweden 1626 ─ 1689 
war die Tochter von Gustav Adolf von Schweden, des Anführers der Protestanten im Dreißigjährigen Krieg.
Custode di Arcadia bis 1711
Giovanni Mario Crescimbeni / Alfesibeo Cario 1663 ─ 1728 

war Literaturwissenschaftler, Historiker und Petrarkist (Arcadia 1711) sowie Kleriker. Außerdem schrieb er über ´Della bellezza della volgar poesia´.

Beteiligte
Die Personen mit Decknamen gehören zu den Mitbegründern.
Filippio Acciaioli 1637 ─ 1700 

bekam als Kompetitor die Lizenz für das Theater von Papst Clemens X., während Innozenz XI. es zeitweilig blockierte.
Jacques d’Alibert 1626 ─ 1713 
war als Graf Theaterdirektor des Teatro Tor di Nona und plante 1671 mit Christina das Programm.
Decio Azzolino/i d. J. 1623 ─ 1689 
war als Kardinal vom Vatikan beauftragter Vertrauter von Christina für die Hofhaltung und Schöngeist.
Giovanni Campini 1633 ─ 1698 

war Archäologe, Kirchenhistoriker und Alchimist.
Lelio Colista 1629 ─ 1680 
war Lautenist und Komponist.
Arcangelo Corelli 1653 ─ 1713 

war als Komponist Schöpfer des concerto grosso und Konzertmeister bei Christina.
René Descartes / Cartesius 1596 ─ 1650 

Der französische Botschafter in Stockholm machte Christina mit der Philosophie von Descartes bekannt; sie korrespondierte daraufhin jahrelang mit ihm und lud ihn nach Stockholm ein. Er wird hier erwähnt, weil er für Christina angeblich die Statuten für eine Akademie, Leges Arcadum, entwarf.
Pompeo Figari / Montano Falanzio 
war Sekretär der Gruppe.
Girolamo Gigli / Amarante Sciaditico 1660 ─ 1722 
war Jesuitenschüler und wurde Literarhistoriker an der Universität Siena, aber auch Komödienautor und Petrarkist; daher lehnte er die Tendenz von →Crusca ab. Als er das Vocabulario cateriniano mit spezifischen Ausdrücken von Siena drucken ließ, wurde die Auflage durch Cosimo III. weitgehend vernichtet.
1684 – 90 komponierte er Oratorien. 1698 – 1708 hatte er einen Lehrstuhl für Eloquenz inne. 1706/07 kam es zu einer prima rappresentazione im Teatro Grande in Siena. 1708 ging er nach Rom, lag aber im Streit mit Crescembeni (→ Arcadia), und wurde Präzeptor in der Casa Ruspoli. Nach 1707 wollte er in seiner Heimatstadt die Accademia Sanese gründen als Plattform für die dortigen Schriftsteller.
Stefano Gradi / Stjepan Gradi 1613 ─ 1683 

war Philosoph (Aristoteliker) und Poet, ab 1661 als Kustos der Biblioteca Vaticana tätig.
Giovanni Vincenzo Gravina / Opico Erimanteo 1664 ─ 1718 
war als Mitbegründer Jura-Professor, Librettist und Autor (u.a. Della tragedia 1715) sowie Stiefvater von Metastasio.
Vincenzo Leonio / Uranio Tegeo 1650 ─ 1720 
war als Petrarkist auch Librettist und Mitbegründer. Er hatte in Spoleto Philosophie, Grammatik und Rhetorik studiert. 1671 kam er nach Rom.
Carlo Ambrogio Lonati ca. 1645 ─ ca. 1712 
war Sänger, Geiger und Komponist.
Melchiorre Maggio / Dameta Clitorio
Marco Marazzoli ca. 1602 ─ 1662 
war Sänger in der päpstlichen Kapelle sowie Komponist der von ihr sehr geschätzten Oper Il Trionfo della Pietà.
Pietro Metastasio / Trap
essi 1698 ─ 1782 
war der bedeutendste Librettist der Geschichte (Rolf Fath). Er schrieb zahlreiche Melodramen. 1723 auch für Mozart (La clemenza di Tito).
Miguel de Molinos 1628 ─ 1696 

war als Mystiker religiöser Schriftsteller und geistiger Wegweiser (Guida spirituale, 1677).
Ludovico Antonio Muratori 1672 ─ 1750 
war Philologe und Jurist und wurde Kleriker. Sein Hauptwerk sind die Antiquitates ITALICAE Medii Aevi, die 1738 erschienen. Kardinal Borromeo holte ihn an die Ambrosiana. Mitglied seit 1705
Paolo Antonio del Negro / Siringeo Releo
Bernardo Pasquini 1637 ─ 1710 
war Organist und Komponist.
Paolo Rolli 1687 ─ 1765 
war Schüler von Gravina und Librettist in London.
Alessandro Scarlatti 1660 ─ 1725 
komponierte1680-84 für Christina.
Silvio Stampiglia / Palemone Licurio 1664 ─ 1725 
war Librettist (u.a. Il trionfo di Camilla 1696).
Agostino Maria Taja / Silvio Pereteo 
war Adjutor von Descrizione del Palazzo Apostolico Vaticano 1750.
Carlo di Tournon / Idalgo Erasinio
Giacomo Vicinelli / Mirtillo Arcanio 
war Sekretär der Königin von Ungarn und Böhmen.
Paolo Antonio Viti / Carino Dipeo
Loreto Vittori 1604 ─ 1670 

war Sänger (Kastrat) der päpstlichen Kapelle und Komponist sowie Christinas Gesanglehrer.
Giovanni Battista Zappi / Tirsio Leucasio 
schrieb Sonette und Madrigale.
.
Literatur
Christina – Queen of Sweden. Stockholm 1966
Camilla Guaita: Per una nuova estetica del teatro : l'Arcadia di Gravina e Crescimbeni. Rom 2009
Michele Maylender: Storia delle Accademie d'Italia. Bologna 1926-30

Bildnachweise
wikipedia.org/wiki/Accademia_dell’Arcadia#/media/Datei:Arcadi.jpg (19.8.2020)
wikipedia.org/wiki/Marco_Marazzoli#/media/File:Christina_barberini.jpg (19.8.2020)
wikipedia.org/wiki/Tor_di_Nona (31.8.2020)



Accademia Bessarionea
dt. des Bessarion
1440 ─ ca. 1472 Rom (Quirinal)

Im Grunde ist diese Akademie die früheste in Italien. Sie wurde zur Vorstufe für die → Accademia Romana. Kardinal Bessarion bildete die Schlüsselfigur für die antike griechische Philosophie und Literatur in Italien. Er erschloß dem Personenkreis, der sich um ihn bildete, die Fülle der griechischen Autoren in den B ereichen Theologie, Asxtrronbomie und Mathematik. Seine überaus wertvolle Bibliothek antiker Schriften stiftete er aber der serenissima, Venedig. Scipione Bargagli verfaßte eine Lobrede auf Bessarion, die 1589 in Venedig gedruckt wurde.

Gründer
Georgios Bessarion von Trebizond/Trapezunt ca. 1395 ─ ca. 1472
trat 1423 in den Orden des Hl, Basilios ein. Er wurde Schüler von Georgios Gemistos Plethon und wurde 1437 als Erzbischof von Nicea eingesetzt. 1438 reist er mit Kaiser Johannes VII. Paleologos zum ökumenischen Konzil in Ferrara bzw. Florenz. Aber die erhoffte Wiedervereinigung der Ostkirche mit der römischen Kirche kam nicht zustande. Doch Bessarion blieb in Italien und wurde zum Kardinal erhoben (600 scudi Einkommen). 1440 lernte er Latein in Padua und reiste in Europa.

Teilnehmer
Giacomno Ammanati
Andronico da Tessalonica

Michael Apostolos
Leonardo Aretino

schrieb eine Biographie Dantes.
Giovanni Argiropolo 1415 ─ 1487
promovierte 1444 in Padua und bekam einen Lehrstuhl in Florenz.
Flavio da Biondo 1392 ─ 1463
war päpstlicher Sekretär und durch seine Enzyklopädien Begründer der Archäologie; war als päpstlicher Notar tätig.
Poggio Bracciolini 1380 ─ 1459
war Kopist für den Kanzler Coluccio Salutati u.a. und Übersetzer.
Domizio/Domenico Calderini 1446 ─ 1478
war Sekretär von Kardinal Bessarion.
Andronicus Calistus
Giovanni Antonio Campano 1429 ─1477
arbeitete für mehrere Kardinäle.
Demetrius Chalcondyles 1423/29 ─ 1511
kam von Athen und lehrte Griechisch.
Francesco Filelfo 1398 ─ 1481
war Patrizier, lehrte Moralphilosophie und war zeitweilig in der venezianischen Niederlassung in Konstantinopel tätig.
Andreas Johannes Lascaris 1445 ─ 1534
stammte aus der Kaiserfamilie in Byzanz und ging 1495 nach Frankreich.
Bartolomeo Platina1421 ─ 1481
arbeitete zeitweilig als Bibliothekar im Vatikan.

Georgios Gemistos Plethon / Γεώργιος Γεμιστός 1355/60 ─ 1452
Der byzantinische Kaiser schickte ihn in die Verbannung nach Mistra. Dort wurde zu einer zentralen Figur des Hellenismus und des Neu-Platonismus. Bessarion war einer seiner Studenten.
Niccolò Perotto 1429 ─ 1480
wurde von Kaiser Friedrich III. zum poeta laureatus gekrönt. Außerdem wurde er später Erzbischof von Siponto.
Bartolommeo Platina 1421 ─ 1481
studierte bei Argyropolos und war Hauslehrer der Gonzaga in Mantua. Er ging 1462 nach Rom als Bibliothekar des Vatikans und wurde 1464 entlassen.
Jacopo Parleone
war Assistent von Bessarion.
Nicholas Perotti
Poggio da Terranova
Jacob Sceva
wurde Rektor in Padua.
Nicholas Secundinus
Georgios von Trebizond/Trapezunt 1395 ─ ca. 1472

wurde 1440 apostolischer Sekretär. Außerdem übersetzte er wesentliche Schriftsteller: Aristoteles, Demosthenes, Platon u.a.
Lorenzo Valla 1407 ─ 1457
war Jurist, arbeitete aber hauptsächlich als Philologe.
Valerio da Viterbo
Gasparo Zacchi
war Assistent von Bessarion.

Literatur
Michele Maylender: Storia delle Accademie d’Italia. Bologna 1926-30


Accademia Bocchiana
dt. Mündchen
auch: Bocchiale
ca. 1546/56 ─ 1562 Bologna

Bocchinana 240Nach der Ära Bentivoglio gliederte Papst Julius II. Bologna 1516 in den Kirchenstaat ein. Die Oberschicht von Bologna sah sich im Städtewettbewerb mit Florenz (→ Fama) und Venedig und strebte eine Akademie nach dem Vorbild der → Accademia Aldina an. Der Patrizier Achille Bocchi ergriff dazu die Initiative und lud in seinen Palazzo Piella ein. Als Motto wurde SIC MONSTRA DOMANTVR (So werden Ungeheuer gezähmt) ausgegeben. Der Akademiesaal erhielt eine Darstellung von Pallas Athene/Minerva und Hermes/Merkur. Der Schriftsteller Annibale Caro überließ der Akademie seine 1556 gedruckte ´Apologia´ gegen den Kollegen Castelvetro zur Beurteilung, um die Akademie als Unterstützer seiner Ansichten zu werben (s. Wilhelmi: Tintoretto S. 26). Außerdem erschien 1556 der ´Discorso da Gavino Sambigucci´ auf Kosten der Akademie.

Protektor
Alessandro Farnese 1520 ─ 1589
wurde schon 1534 von Paul III. zum Kardinal erhoben und war als Nuntius tätig.

Gründer
Achille Bocchi 1488 ─ 1562
hatte in Bologna einen Lehrstuhl für Griechisch, Rhetorik und Poetik inne und war als Übersetzer von Plutarch u.a. tätig. Er edierte 1555 ´Symbolicarum quaestionum de universo´.

Teilnehmer Namen in Bolognesi überprüfen
Costantino Brancaleo
Giovanni Battista Campeggi 1507 ─ 1583
war Kanoniker, hielt sich lange auf Mallorca auf und wurde Bischof in Spanien sowie Kardinal. In der Zeit des Konzils von Trient lebte er bei Bologna, wo er sein ´Tusculum´ hatte.
Vincenzo Fontana
Alberigo Longo
stammte aus Nardò im Salentino und war u.a. als Übersetzer aus dem Griechischen tätig. Ab 1540 arbeitete er für Bischof Campeggi. Außerdem schrieb er bissige aber elegante neulateinische Carmina.
Camillo Paleotti ca. ca. 1520 ─ 1594
war in Bologna Senator und wurde siebenmal zum gonfaloniere gewählt. Er schrieb ´De Republica Bononiensi´ und gehörte zu den Initiatoren des Orto botanico in Bologna.
Gabriele Paleotti 1522 ─ 1597
wurde erster Erzbischof von Bologna. Sein ´ Discorso intorno alle immagini sacre e profane´ wurde maßgeblich.
Camillo Pori
Gavino Sambigucci
stammte von Sardinien.

Literatur
Michele Maylender: Storia delle Accademie d’Italia. Bologna 1926-30